HORMONELLE STÖRUNGEN



Kutane Endokrinopathien sind Hautveränderungen, die durch hormonelle Störungen verursacht werden. Sie treten vor allem beim Hund auf, können aber auch bei Katze und Pferd vorkommen. Zu den wichtigsten Erkrankungen gehören Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus), Hypothyreose sowie beim Hund die sogenannte Alopezie X. Beim Pferd spielt ausserdem die Pituitary Pars Intermedia Dysfunction (PPID, „Equines Cushing-Syndrom“) eine wichtige Rolle.
Die Ursache liegt in einer Störung des Hormonhaushalts, meist der Schilddrüse oder der Nebennieren beziehungsweise der Hirnanhangsdrüse. Diese Hormone beeinflussen unter anderem Haut, Fellwachstum, Talgproduktion und Stoffwechsel. Gerät das hormonelle Gleichgewicht aus der Balance, können charakteristische Haut- und Fellveränderungen entstehen.
Das klinische Bild zeigt sich häufig durch symmetrischen Haarausfall ohne starken Juckreiz, dünne oder empfindliche Haut, verzögertes Haarwachstum sowie stumpfes Fell. Beim Cushing-Syndrom treten zusätzlich oft Hautverdünnung, Pigmentveränderungen oder wiederkehrende Hautinfektionen auf. Hunde mit Hypothyreose zeigen häufig trockene Haut und Fellverlust, besonders am Rumpf und an der Rute („Rattenrute“). Pferde mit PPID entwickeln typischerweise ein langes, lockiges Fell und verzögerten Fellwechsel. Eine tierärztliche Diagnose ist wichtig, da die Behandlung auf die zugrunde liegende Hormonstörung abzielt.
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